Reifendruck regeln leicht gemacht – mit VarioGrip

Der richtige Reifeninnendruck bringt bis zu:
10 % mehr Zugleistung
8 % mehr Fläche
8 % weniger Diesel
Weitere Vorteile:
Steuerung über das Terminal
Volle Integration ins Fahrzeugkonzept
Einsparungen von bis zu 10 €/h*
* Fachhochschule Südwestfalen, Agrarwirtschaft Soest

VarioGrip für den richtigen Druck im Reifen

VarioGrip ist die integrierte Fendt Reifendruckregelanlage. Über das Varioterminal kann der Reifeninnendruck für Feldarbeiten bzw. Straßenfahrten beliebig von 0,6 bis 2,5 bar eingestellt werden. Innerhalb kurzer Zeit wird der Reifendruck vollautomatisch durch die integrierte Reifendruckregelanlage VarioGrip angepasst, auch bei maximaler Fahrgeschwindigkeit. Mit VarioGrip lässt sich nicht nur Kraftstoff einsparen, sondern auch die Zugleistung und entsprechend die Flächenleistung erhöhen. Darüber hinaus wird mit einem geringeren Luftdruck der Boden geschont.

Fendt VarioGrip Pro.
Ausgezeichnet von der DLG mit Gold.

Mit der neuen Reifendruckregelanlage VarioGrip Pro bietet Fendt einzigartige Produktivitätsvorteile. Das neue System erlaubt einen Wechsel von 0,8 bar (Feldarbeiten) auf 1,8 bar in nur 30 Sekunden. Damit entspricht Fendt dem Kundenwunsch nach kürzeren Befüllzeiten, um bei flexiblen und schnell wechselnden Einsätzen Zeit und Kosten zu sparen. Verfügbar ist das neue System Ende 2016 optional für die Traktorenbaureihe Fendt 900 Vario bei der Reifengröße 710/75R42 und passt damit ideal für alle Lohnunternehmen und landwirtschaftlichen Großbetriebe.

Zur Pressemitteilung

Trennlinie: Dieseleinsparung

Bis zu 8 Prozent weniger Dieselverbrauch im Feld

Mit VarioGrip lässt sich der optimale Reifeninnendruck für Feldarbeiten und Straßenfahrten bequem über das Varioterminal in wenigen Minuten anpassen. So kann mit 0,8 bar (anstatt der üblichen 1,8 bar) der Dieselverbrauch bei der Feldarbeit um 8 Prozent pro Hektar gesenkt werden.**

** 1,8 bar wird als üblicher Kompromissluftdruck für Straße und Acker beim Einsatz ohne Anpassung des Luftdrucks angenommen

Bis zu 2 Prozent weniger Dieselverbrauch auf der Straße

Selbst bei einer Straßenfahrt mit 2,4 bar (anstatt 1,8 bar) mit vollem Anhänger kann der Verbrauch bereits um zwei Prozent reduziert werden.**

** 1,8 bar wird als üblicher Kompromissluftdruck für Straße und Acker beim Einsatz ohne Anpassung des Luftdrucks angenommen

Trennlinie: Flächenleistung

Bis zu 8 Prozent mehr Flächenleistung in gleicher Zeit

Der richtige Reifeninnendruck bringt mehr Kraft auf den Boden und damit mehr Zugleistung. Hat der Reifen einen angepassten Innendruck, werden Schlupf und Rollwiderstand effektiv verringert. Und das wirkt sich positiv auf die Flächenleistung aus! Wird bei schwerer Ackerarbeit der hohe Reifeninnendruck reduziert, erhöht sich automatisch die Bodenkontaktfläche des Reifens. Die dadurch erzielte Schlupfreduktion und Wirkungsgradsteigerung bringt in derselben Zeit bis zu acht Prozent mehr Flächenleistung.

Bei 500 Stunden schwerer Zugarbeit pro Jahr bedeutet das bis zu 40 Stunden weniger Einsatzzeit. Auf die Betriebsstunde umgerechnet ergibt sich aus der erhöhten Flächenleistung und dem gleichzeitig reduzierten Dieselverbrauch eine Einsparung von bis zu 10 €/h*. Bei der Annahme, dass der Traktor die Hälfte der Einsatzzeit im schweren Zug genutzt wird, ergeben sich bei 10.000 Betriebsstunden 50.000 € Einsparpotential.**

* Fachhochschule Südwestfalen, Agrarwirtschaft Soest
** Basis 10.000 Bh, 50 % Zugarbeiten, 5.000 Bh x 10 €


** 1,8 bar wird als üblicher Kompromissluftdruck für Straße und Acker beim Einsatz ohne Anpassung des Luftdrucks angenommen

Auf der Straße bis zu 3 Prozent schneller bei gleicher Motorleistung

Ein erhöhter Reifenluftdruck auf der Straße reduziert den Rollwiderstand und fördert die Fahrsicherheit. Somit profitieren Sie von einem niedrigeren Kraftstoffverbrauch und sicherem Fahrverhalten. Der geringe Reifenverschleiß erhöht die Reifenlebensdauer auch bei höheren Geschwindigkeiten. Bei gleicher Motorleistung verkürzen Sie Ihre Transportzeiten.

Bis zu 50.000 € Einsparungen durch Fendt VarioGrip

Bis zu 3 % schneller

Ein Reifeninnendruck von 2,4 bar anstatt der üblichen 1,8 bar auf der Straße bringt bis zu drei Prozent kürzere Fahrzeiten bei gleichzeitig zwei Prozent weniger Dieselverbrauch.

2,4 bar Reifeninnendruck auf der Straße bedeuten:

  • 3 % kürzere Fahrzeiten
  • 2 % weniger Diesel

Bis zu 8 % mehr Fläche

Wird für die Bodenbearbeitung ein Reifenluftdruck von 0,8 bar anstatt der üblichen 1,8 bar eingestellt, kann die Zugleistung um zehn Prozent erhöht werden. Dies führt zu einer erhöhten Flächenleistung von acht Prozent mit einem gleichzeitig reduzierten Dieselverbrauch von acht Prozent pro Hektar. Bei 500 Stunden schwerer Zugarbeit pro Jahr bedeutet dies 40 Stunden weniger Einsatzzeit.

0,8 bar Reifeninnendruck bedeuten:

  • 10 % mehr Zugleistung +
  • 8 % mehr Fläche +
  • 8 % weniger Diesel +
  • 40 Stunden Einsparung pro 500 Stunden Einsatz

Bis zu 10 €/h sparen

Auf die Betriebsstunde umgerechnet ergibt dies eine Einsparung von 10 €* pro Stunde bei schweren Zugarbeiten. Bei 10.000 Betriebsstunden und davon 50 Prozent Zugarbeiten (also 5.000 Betriebsstunden) können somit 50.000 €** eingespart werden.

0,8 bar Reifeninnendruck bedeuten:

  • 10 € pro Stunde gespart
  • 50.000 € gespart bei 5.000 Stunden Zugarbeit

* Fachhochschule Südwestfalen, Agrarwirtschaft Soest
** Basis 10.000 Bh, 50 % Zugarbeiten, 5.000 Bh x 10 €


Trennlinie: Bodenschonung

VarioGrip schont den Boden und liefert höhere Erträge

Bodenschonung

Bodenschonung wird im landtechnischen Bereich in erster Linie durch einen reduzierten Kontaktflächendruck erwirkt. Weniger Luftdruck im Reifen bringt mehr Aufstandsfläche. Die Last verteilt sich somit auf eine größere Fläche.

  • Bodenschonung

    Bodenschonung wird im landtechnischen Bereich in erster Linie durch einen reduzierten Kontaktflächendruck erwirkt. Weniger Luftdruck im Reifen bringt mehr Aufstandsfläche. Die Last verteilt sich somit auf eine größere Fläche.

  • Höhere Bodenfruchtbarkeit

    Der richtige Reifeninnendruck erhöht den Wirkungsgrad und bringt die Kraft des Traktors schonend auf den Boden. Die Folge ist eine bessere Bodenfruchtbarkeit und höhere Erträge.

  • Fruchtbarer Boden

    Luft und Wasser werden im Boden in Poren gespeichert. Ein fruchtbarer Boden zeichnet sich durch rund 40 Prozent lockere Poren und 60 Prozent Festsubstanz aus.* Letztere tragen das ganze Gewicht bei der Bodenbearbeitung. Ein angepasster Luftdruck trägt damit zum Aufbau und Erhalt des Porengefüges bei.

    * Quelle: Prof. Dr. Volk, Fachhochschule Soest

Die Verteilung des Bodendruckes

Allseits bekannt und stets bewährt: Ein angepasster, abgesenkter Reifeninnendruck steigert nicht nur die Flächenleistung und senkt den Dieselverbrauch, sondern schont zudem effektiv die Böden. Ein weicherer, breiterer Reifen vergrößert die Bodenkontaktfläche so, dass das Gewicht besser verteilt wird und damit der Bodendruck sinkt. Ist der Reifen schmal und hart, wird normal gelagerter Boden nicht nur unnötig verdichtet. Die Oberfläche wird zudem durch den „Schlupf mit Fräswirkung“ *durch die Reifenstollen zusätzlich geschädigt und mehr Kraftstoff wird verbraucht: Spuren mit einer Tiefe von mehr als zehn Zentimetern verdoppeln den Kraftstoffverbrauch*.

* Quelle: Prof. Dr. Volk, Fachhochschule Soest

Hinterlassen Sie die richtige Spur

Die Abbildung zeigt den Abdruck desselben Ackerschlepperreifens, einmal mit hohem (rechts) und einmal mit niedrigem Reifeninnendruck (links). An der Länge des Reifenabdrucks ist zu erkennen, wie sich der Luftdruck im Reifen auf den Boden auswirkt. Auf dem rechten Bild ist der Abdruck eines Reifens mit hohem Luftdruck dargestellt. Klar erkennbar ist die kürzere Aufstandsfläche. Das Gewicht wird weniger gut verteilt und der Reifen sinkt tiefer in den Boden. Das linke Bild zeigt den gleichen Reifen dagegen mit niedrigem Luftdruck. Der Reifen kann sich ausdehnen und das Gewicht besser auf den Boden verteilen. Die Aufstandsfläche wird dadurch deutlich länger und breiter, und somit der Bodendruck geringer.

Weitere Vorteile, die überzeugen!

Optimaler Schutz

Durch die geschützte Konstruktion verfügen Sie über ein System mit höchster Einsatzsicherheit und Lebensdauer. Eine Abrissgefahr durch überstehende Luftleitungen ist somit ausgeschlossen.

Geringerer Reifenverschleiß

Mit der Reifendruckregelanlage kann der Druck schnell an die Bedingungen angepasst werden. Dadurch lässt sich der Verschleiß der Reifen effektiv verringern.

Schnell aufgepumpt

Der wassergekühlte Doppelkompressor sorgt für kurze Füllzeiten beim Reifen füllen. Der Doppelkompressor ermöglicht eine enorme Leistungssteigerung im Vergleich zum Standardkompressor.

Trennlinie: Funktionsbeschreibung

Perfekt integriert - Einfache Bedienung über das Varioterminal

Der einschlägige Vorteil von VarioGrip ist die volle Integration der kompletten Reifendruckregelanlage in das Fahrzeug. Sie ist hinsichtlich der mechanischen und elektronischen Komponenten vollkommen ins Fahrzeugkonzept integriert. Daher wird der Reifeninnendruck, getrennt für Front und Heck von 0,6 bis 2,5 bar, bequem vom Fahrersitz aus über das Varioterminal gesteuert. Ein Assistenzsystem meldet sogar zu niedrigen oder zu hohen Reifendruck.

Reifendruckregelanlage: Die Technik

VarioGrip ist die voll integrierte Fendt Reifendruckregelanlage mit fahrzeugeigener Ventil- und Luftführungstechnik. Die Komplettlösung besitzt einen wassergekühlten Hochleistungskompressor mit zwei Kolben, der für einen sehr hohen Luftvolumenstrom sorgt. An der Vorder- und Hinterachse befinden sich radiale Drehdurchführungen. Bei der Zwei-Leiter-Technik wird über die Steuerleitung das Reifenventil geöffnet, über die Füllleitung der Reifen befüllt bzw. Druck abgelassen. Die Drehdurchführungen unterliegen einer geringen Beanspruchung, da sie nur zum Befüllen und Entleeren unter Druck stehen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einer Beschädigung der Leitungen keine Luft aus dem Reifen entweichen kann, was wiederum zur Sicherheit beiträgt. Die Steuerung funktioniert ganz einfach über das Varioterminal: Für Vorder- und Hinterachse kann jeweils getrennt voneinander der gewünschte Reifeninnendruck für Feldarbeiten und Straßenfahrten eingestellt werden. Diese werden im Varioterminal gespeichert. Somit ermöglicht die Reifendruckregelanlage eine Druckregelung auch während der Fahrt.

Intelligent integriert an der Vorderachse

Die Leitungen der Reifendruckregelanlage VarioGrip verlaufen durch eine radiale Drehdurchführung. Über die Steuerleitung (grün) wird das Ventil am Reifen pneumatisch geöffnet, über die Luftleitung (blau) kann der Luftdruck im Reifen schnell abgesenkt bzw. erhöht werden.

Füllleitung zum Ventil

Steuerleitung zum Ventil

Füllleitung – Eingang am Achsschenkel

Steuerleitung – Eingang am Achsschenkel

Radiale Drehdurchführung Vorderachse

Die Reifendruckregelanlage VarioGrip im neutralen Test

Der Nachweis

Eine neutrale Studie der Fachhochschule Südwestfalen, Agrarwirtschaft Soest beweist eindrucksvoll den Effizienzschub der integrierten Reifendruckregelanlage VarioGrip. Die Untersuchung fand im August 2014 mit einem Fendt 828 Vario, ausgestattet mit der integrierten Reifendruckregelanlage VarioGrip, statt. Es wurden sowohl die Auswirkungen bei schwerer Zugarbeit im Feld als auch bei Transportfahrten ermittelt. Die Ergebnisse der Studie zeigen klare wirtschaftliche Vorteile, die sich rechnen.

Als Grundlage zur Berechnung des Schlupfes wurden auf festem Untergrund die Reifenumfänge bei unterschiedlichen Luftdrücken ermittelt.

Für eine möglichst exakte Erfassung der Radumdrehungen und damit der theoretischen Geschwindigkeit wurde am Achstrichter ein Impulszähler angebracht.

Zur Messung des Kraftstoffverbrauches während des VarioGrip Testes wurde ein externer Volumenzähler im Dieselvor- und –rücklauf eingesetzt.

Reifendruckregelung – weil es sich lohnt!

Je nach Einsatz ist es notwendig, den Reifeninnendruck des Öfteren anzupassen. Entsprechend groß ist der Zeitgewinn durch die integrierte Reifendruckregelanlage VarioGrip, mit der der Innendruck problemlos auch während der Fahrt angepasst werden kann. So werden dank VarioGrip die Rüstzeiten zur Anpassung des Reifeninnendruckes beim Befahren und Verlassen des Feldes auf ein Minimum reduziert und die Arbeit schneller erledigt.







Reifendruckregelung bei der Bodenbearbeitung









Reifendruckregelung bei Ausbringarbeiten, zum Beispiel beim Gülle fahren

Bildquellen: AGCO/Fendt, Prof. Dr. Volk, Fachhochschule Soest